Dienstag, 23. August 2011

Zins und Vermögen

Anm: seit der ersten Erstellung am 23.8 musste ich diesen Artikel mehrmals editieren um gegen meine Rechtschreibschwäche zu kämpfen und da einige Punkte verdeutlicht werden mussten.

Auf den von mir sehr geschätzten Nachdenkseiten kritisiert Jens Berger vehement die immer weiter verbreitete Zinskritik. Eine nüchterne Betrachtung des Thema Zins tut Not, aber der Beitrag bleibt bei diesem sehr komplexen Thema leider sehr Oberflächlich. Vor allem, dass er Zinskritiker (wie schon so viele vor ihm), in die Nähe von Antisemiten rückt, ist polemisch und der Qualität der Nachdenkseiten eigentlich nicht angemessen.

Die Zinskritik muss sich jedoch wohl gefallen lassen, das sie sich schwer tut alternativen Vorzustellen. Anstatt zu spalten, sollte sich aber die notorisch uneinige linke Blogosphäre ihre Gemeinsamkeiten bewusst machen.

In meinem Beitrag über Wachstum habe ich schon einmal auf den Finanzmathematiker Jürgen Kremer hingewiesen der hier die "blinden Flecken" der Ökonomie darstellt. Er zeigt, dass unser (BIP )Wirtschaftswachstum seit geraumer Zeit allein dem Zuwachs von Vermögen durch Zinsgewinn dient und die Löhne und Gehälter auf der Strecke bleiben oder sinken (müssen).

Diese Tatsache kann auch Jens Berger schwer beiseite wischen. Ebenfalls unbestreitbar ist das stete Anwachsen der Privatvermögen und der Staatsverschuldung. Diese Akkumulation ist nicht auf den von Jens Berger genanten Zeitraum (nach 1980) beschränkt, sie überschritt in den 80ern allerdings eine kritische Größe, die Aktiva wurden größer als das Deutsche BIP. Seit 1980+ sind ein Missbrauch der Macht des Geldes und eine Schwächung der Demokratie zu beobachten.

Es ist nicht eindeutig, wie von Jens Berger behauptet, dass allein die Besteuerung der Vermögenseinkommen und die Spitzensteuersätze für die Akkumulation verantwortlich sind. Diese Steuerpolitik könnte auch umgekehrt als Folge der Akkumulation von Vermögen und Macht gesehen werden.

Die Akkumulation der Vermögen scheint Systemimmanent, sorgt langfristig für sozialen Aufruhr und führte in die Krise die wir heute haben. Was ist also Ursache und was Wirkung? Wieviel Einfluß darauf hat der Zins? Diese Frage ist wichtig, aber nicht Zentral und eine polemische Spaltung über diese Frage nicht wirklich Zielführend.

In Deutschland haben wir bekannter maßen das System der Sozialen Marktwirtschaft und der Parlamentarischen Demokratie nach der Barbarei des Nationalsozialismus eingeführt. Der banale Grund ein so komplexes und träges System der Machtverteilung einzuführen, war es zu verhindern, dass einzelne zu viel Macht anhäufen und diese Missbrauchen.

Das dies in einer Demokratie trotzdem geschehen kann ist offensichtlich. Reichtum und Demokratie sind nur schwer in Einklang zu bringen. Dieses Problem ist so alt wie die Demokratie selbst. Die Griechen erfanden das Scherbengericht um der Machtanhäufung einzelner einhalt zu gebieten, keine schlechte Lösung meine ich. 

Heute ist leider der Machtmissbrauch eher die Regel als die Ausnahme. Aufgrund der unkontrollierten Akkumulation der Vermögen haben sich undemokratische Machtstrukturen entwickelt die unsere Demokratie untergraben haben.

Diese Machstrukturen sind es, gegen die die linke Blogosphäre anschreibt. Es geht um eine sozial gerechte Gesellschaft und die Vermeidung der übertriebenen Akkumulation von Reichtum. Über das Wie mag Uneinigkeit herrschen, das Handlungsbedarf besteht ist wohl unumstritten.

Meiner Ansicht nach greift die reine Zinskritik zu kurz. Sie denkt zu sehr in den Strukturen der privaten Ökonomie selbst. Sie sieht nicht, dass Zins nur in Händen privater Banken schädlich ist.

Der Sozialismus, der die totale Verstaatlichung aller Produktionsmittel vorsieht, und der Kapitalismus, der die vollkommene Privatisierung anstrebt, haben beide offensichtlich versagt. Die beiden Lager haben sich in ihre ideologischen Schützengräben zurückgezogen.

Beide Lager liegen Falsch. Die Antwort liegt in der Vernunft. Ich will meine Semmel nicht bei einer Staatsbäckerei beziehen, genausowenig brauche ich eine staatliche Sockenfabrik. Offensichtlich gibt es Bereiche die für eine marktwirtschaftliche Selbstregulierung geeignet sind.

Genauso gibt es andere Wirtschaftsbereiche und Aufgaben bei denen Privatisierung zum Schaden des Allgemeinwohls ist.

Dazu gehören einerseits jede Form von natürlichem Monopol, wie Polizeiaufgaben, Wasserversorgung, Bahn, Wege und Straßen, Stromnetze usw. Andererseits all diejenigen in denen privatwirtschaftliche Interessen und das Gemeinwohl nicht vereinbar sind, sich sogar gegenseitig ausschliessen.

Ein privatisiertes Gesundheitswesen, dass den eigenen Profit vor die Gesundheit der Bevölkerung stellt ist nicht Tragbar.

Eine private Energiewirtschaft, die beispielsweise die Atomkraftwerke gegen den Willen der Bevölkerung aus Profitgier weiter betreiben möchte und die Überlebensfähigkeit der Gesellschaft dabei aufs spiel setzt, ebenso wenig.

Für mich gehört aber auch die Kontrolle über unser Geldwesen zu den nicht privatisierbaren Versorgungsaufgaben. Banken sollten Kommunal oder Genossenschaftlich organisiert sein, am besten im Sinne von Gemmeinnützigen Vereinen. Kredite sollten nicht aus Profitgier vergeben werden sondern als gemeinnützige Aufgabe.

Der Zins ist dann genau betrachtet nichts anderes als die Sozialisierung eines Risikos. Man teilt das Kreditausfallrisiko wie bei einer Versicherung unter den Kreditnehmern auf. In diesem Sinne sind Kredit und Zins weder Verwerflich noch dem Gemeinwohl schädlich, sondern im eigentlichen Sinne solidarisch.

In die oben beschriebenen Zinsen wird die Inflation einberechnet. Dies nicht zu tun würde den Kreditmissbrauch fördern. Ein Anleger, der Geld auf die oben beschriebene Bank trägt bekommt Zinsen.  Diese schützen sein Geld vor der Entwertung durch die Inflation. Diese beiden Vorgänge sind ausreichend um die wesentlichen Aufgaben der Banken im Sinne des Gemeinwohls zu erfüllen.

Das private Bankwesen aber hat sich verselbstständigt. Risiko und Zins sind entkoppelt. 30% Renditen sind nicht durch Risiken zu erklären, Steuergelder werden herangezogen wenn man Verlusste macht. Das private Bankwesen, vor allem das Investmentbanking, ist über die Kontrollierbarkeit von Einzelstaaten hnausgewachsen. Es gefährdet die Werte die zu bewahren unsere westlichen Staaten sich einst gegründet haben.

Das private Bankwesen missbraucht die Souveränität die wir ihm als Volk zugestehen. Da es offensichtlich nicht in der Lage ist mit dieser Verantwortung umzugehen müssen wir sie ihm wieder entziehen.

Dies könnte eigentlich genau so leicht gehen wie es sich anhört. Ein Streit über das für und wieder von Zinsen wäre dann völlkommen unnötig. Wir, das Volk, hätten dann die Kontrolle über die Banken, nicht umgekehrt.

Wir könnten den Zins dann auch abschaffen und das Geld Zinslos verleihen wenn wir wollten. Besser jedoch wäre der Zins kommt dem Gemeinwohl zu Gute, statt immer nur dem Privatanleger.

Kommentare:

  1. "Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. (1943)
    Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden - in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch -, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht.
    Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.
    Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, daß sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anläßlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, daß abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen.
    …Daß der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, daß man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen mißbraucht, mißhandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.
    …Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, daß nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. Dabei wird man sich damit abfinden müssen, daß eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen."

    Bis hierhin eine erstaunlich korrekte Analyse. Hätte sich Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945) die Ursache der Dummheit bewusst machen können, wäre er kein Theologe mehr gewesen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich nehme dies mal als Kompliment an. Danke.

      Deine Erläuerungen zum Thema Urzins bzw. Liquiditätsverzichtsprämie waren sehr erhellend.

      Löschen
  2. "In Deutschland haben wir bekannter maßen das System der Sozialen Marktwirtschaft..."

    Zur weiteren Erhellung: "Der Begriff "Soziale Marktwirtschaft" stammt von dem Freiwirtschaftler Otto Lautenbach, der im Januar 1953 die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (ASM) gründete. In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Wirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard sollte erstmalig eine "freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus" verwirklicht werden. Im Juli 1954 verstarb Otto Lautenbach, die ASM zerfiel im Streit (eine Organisation gleichen Namens existiert heute noch, sie verfügt aber über keinerlei makroökonomische Kompetenz mehr). Für die makroökonomische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland wurde ein von der so genannten "katholischen Soziallehre" beeinflusstes Konzept von Alfred Müller-Armack übernommen, eine "sozial gesteuerte Marktwirtschaft" (kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem "Sozialstaat"), für die sich später der Begriff "soziale Marktwirtschaft" einbürgerte."

    Die echte Soziale Marktwirtschaft, die den Sozialstaat zur Finanzierung kapitalismusbedingter Massenarbeitslosigkeit gar nicht nötig hat, weil sie prinzipbedingt und unabhängig vom jeweiligen Stand der Technologie für natürliche Vollbeschäftigung und absolute soziale Gerechtigkeit sorgt, wurde nie verwirklicht:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/08/personliche-freiheit-und-sozialordnung.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Stefan,

      das ist alles durchaus interessant, aber die Schlußfolgerungen leuchten mir noch nicht ein.

      Warum entwickelt sich durch die von dir beschriebene Sozialökonomie eine Vollbeschäftigung und warum brauchen wir diese?

      Warum wird in dieser Sozialökonomie automatisch ausschliesslich dauerhaftes und nachhaltiges produziert werden? Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

      Auch wie wir unsere gesellschaftliche Abhängigkeit von fossilen Resourcen überwinden sollen ist nicht schlüssig.

      Ich stimme voll mit dir darüber ein, dass die Überwindung leistungsloser Zinseinkommen und die übermässige Akkumulation von Vermögen sehr viele Problem lösen könnte, aber die Schlußfolgerung, dass Kriminalität, Geldgier, Machtgier, Egoismus und Verschwendungssucht des Menschen dadurch verschwinden werden kann ich nicht teilen.

      Ehrlich gesagt ist mir auch die Überinterpretation des NT etwas zu viel. Warum sollte ich auf dieses Buch mehr geben als auf irgend ein anderes?

      Sicher ist richtig, dass Schulden (Sklaverei) und Freiheit gegenpole sind. Wenn wir das Thema "Urzins" und Schulden überwunden haben bin ich sicher, dass wir dadurch wesentlich befreiter Leben werden.

      Diese Schlußfolgerung kann ich absolut nachvollziehen.

      Dennoch gehören zu einer Gesellschaft auch andere Machtstrukturen die nichts mit Geld und Vermögen zu tun haben.

      Ich könnte die aus dem Stehgreif hundert möglichkeiten nennen wie ich das Zinsverbot und die Bodensteuer mit krimineller Energie zu meinem eigenen Vorteil aushebeln könnte.

      Vielleicht solltest du dich zusätzlich mit den Ideen des Anarchismus (Libertärer Sozialismus) auseinandersetzen.

      http://en.wikipedia.org/wiki/Libertarian_socialism

      Löschen
    2. Nachtrag

      Ich kann auch sehr die Werke von David Graeber empfehlen:

      Schulden
      http://www.amazon.de/Debt-The-First-Years-ebook/dp/B00513DGIO/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1351179142&sr=8-4

      Anarchismus
      http://www.amazon.de/Frei-von-Herrschaft-anarchistischen-Anthropologie/dp/3779502089/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1351179142&sr=8-9

      Löschen
  3. "Ich könnte die aus dem Stehgreif hundert möglichkeiten nennen wie ich das Zinsverbot und die Bodensteuer mit krimineller Energie zu meinem eigenen Vorteil aushebeln könnte."

    Die konstruktive Geldumlaufsicherung ist kein "Zinsverbot", sondern bewirkt eine Sachkapitalvermehrung, die den Kapitalzins eigendynamisch auf Null regelt; und beim allgemeinen Bodennutzungsrecht gibt es keine "Bodensteuer", sondern die gesamte Bodenfläche wird Eigentum des Staates, der den Boden zur privatwirtschaftlichen Nutzung verpachtet, wobei die gesamte Bodenrente als Kinderrente ausgezahlt wird. Alle Regelkreise von Angebot und Nachfrage sind dann geschlossen:

    http://www.deweles.de/files/soziale_marktwirtschaft.pdf

    "Ehrlich gesagt ist mir auch die Überinterpretation des NT etwas zu viel."

    Das "Neue Testament" ist bereits eine Interpretation bzw. eine gegenständlich-naive Fehlinterpretation. Die Bibel ist nur bis Genesis_11,9 (die ersten neuneinhalb Seiten von etwa 1400 in der Einheitsübersetzung) eine originale Heilige Schrift, deren ursprüngliche Verfasser die wirkliche Bedeutung der Erbsünde = Privatkapitalismus noch kannten. Die originalen Gleichnisse des Propheten Jesus von Nazareth, der als erster Denker in der bekannten Geschichte die Grundprinzipien der Natürlichen Wirtschaftsordnung und damit die einzige Möglichkeit zur Überwindung der Erbsünde erkannte, finden sich im nichtbiblischen Thomas-Evangelium:

    http://www.deweles.de/files/himmel_auf_erden.pdf

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist keine Antwort sondern Wortklauberei.
      Dann eben Geldumlaufsicherung und Bodennutzungsrecht.

      Fakt bleibt, dass z.B. das Bodennutzungsrecht Märkte ignoriert und dadurch Antrieb zum Missbrauch liefert.

      Beispiel: Wenn jemand eine Wohnung in München hat (für eine Einheitspacht nutzen kann) könnte er diese zu seinem eigenen Profit für viel mehr Geld illegal "untervermieten", da ein Mangel an Wohnungen besteht.

      Unlaufsicherung alleine macht die Menschen nicht weniger Gierig. Sie werden immer Wege finden von anderen zu profitieren.

      Ich bin durchaus für Umlaufsicherung und für die Einschränkung von Immobilienbestitz einzelner, mich interessiert nur wie du daraus schliest das damit plötzlich alle Probleme verschwinden, auch die, die mit Vermögen und Zins nichts zu tun haben.

      Löschen
  4. "Das ist keine Antwort..."

    Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihren Restverstand noch weit überschätzt hatte.

    "Wenn jemand eine Wohnung in München hat (für eine Einheitspacht nutzen kann)..."

    Es werden selbstverständlich keine Immobilien verstaatlicht, sondern nur der Boden und die Naturressourcen (Bodenschätze).

    "Sie werden immer Wege finden von anderen zu profitieren."

    Bei vollkommener marktwirtschaftlicher Konkurrenz (monopolfreie Marktwirtschaft) durch die Eliminierung bzw. Unschädlichmachung des elementaren Geld- und Bodenmonopols gibt es prinzipbedingt keine Möglichkeit mehr, unverdiente Knappheitsgewinne auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu erpressen. Es können nur noch verdiente Knappheitsgewinne aufgrund eigener, technologischer und kultureller Innovation erzielt werden, die als volkswirtschaftlich nützlicher und eigentlicher Antrieb unternehmerischen Handelns anzusehen sind.

    "...Einschränkung von Immobilienbestitz einzelner..."

    Auf so einen Unsinn können eigentlich nur Marxisten kommen.

    "...auch die, die mit ... Zins nichts zu tun haben."

    Alle Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen, sind monokausal auf den Urzins des herkömmlichen Geldes zurückzuführen. Darum ist der Urzins die "Frucht vom Baum der Erkenntnis" in der Heiligen Schrift. Wer das jedoch für eine "Überintepretation" hält, wird es vor dem Jüngsten Tag (gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform in der Bundesrepublik Deutschland) nicht mehr begreifen.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html


    AntwortenLöschen
  5. "Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihren Restverstand noch weit überschätzt hatte."

    Das ist ebenfalls keine Antwort sondern nur dumme Pöbelei. Kommst Du damit gut an in der Bloggerwelt?

    Der Rest enthält keine Argumente sondern nur Behauptungen. Diese sind in pseudointellektuell-deutsch verfasst um die eigene Arroganz und Selbstüberschätzung zum Ausdruck zu bringen.

    "Bei vollkommener marktwirtschaftlicher Konkurrenz (monopolfreie Marktwirtschaft) durch die Eliminierung bzw. Unschädlichmachung des elementaren Geld- und Bodenmonopols gibt es prinzipbedingt keine Möglichkeit mehr, unverdiente Knappheitsgewinne auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu erpressen."

    Hierin ist kein einziges schlüssiges Argument zu finden. "prinzipbedingt" ist daran gar nichts.

    AntwortenLöschen
  6. Eine Forschergruppe beim IWF (Benes und Kumhof) hat im August ein "Arbeitspapier" veröffentlicht mit dem Vorschlag für ein Vollgeldsystem, wie es schon Irving Fisher 1936 dargestellt hat. Das Arbeitspapier heißt "The Chicago Plan Revisited".

    Soweit ich das aus der Sekundärliteratur (Zeitungen) verstehe, würde dies so laufen: Das Parlament beschließt demokratisch zu einer bestimmten Zukunftsinvestition - sagen wir Umstellung auf Erneuerbare Energien - auch gleich die Finanzierung derselben über seine eigene "Geldausgabestelle", Notenbank oder was auch immer. Das Geld kommt zinsfrei in Umlauf. Man kann auch gleich an die Bereiche Kindergärten, Schulen, Hochschulen und und ... denken!

    Das umlaufende Geld hätte immer eine Entsprechung in den erbrachten Werten. Staatsschulden? Unnötig!
    Auffindbar über die Stichwort-Suche "Vollgeld, IWF, Benes, Kumhof".

    Herman E. Daly schreibt in seinem Buch "Beyond GROWTH" (1996), daß schon der Chemiker Frederick Soddy ("Wealth, Virtual Wealth, and Debt", 1926) das Wirtschafts- und Finanzsystem durchdacht hat und dabei auf eine Vollgeldidee in der Irvingschen oder aktuellen Form gekommen ist.

    Heribert Genreith hat in seinem Blog tandemvipera mit dem Kapitalkoeffizienten gezeigt, wohin die Zinswirtschaft führt.

    AntwortenLöschen